Das Rope Track-Förderband mit gewellten Seitenwänden ist ein speziell angefertigtes Stahlseilband, das exklusiv für das Rope Track-Seilfördersystem entwickelt wurde. Es basiert auf bewährten Technologien für Seilbahnen und die kontinuierliche Schüttgutförderung.
Ausgestattet mit integrierten, vulkanisierten Wellenseitenwänden und angeschraubten Polymer-Radbaugruppen, läuft das Förderband direkt auf tragenden Stahlseilen. Schwere Stahlstützrahmen und herkömmliche Umlenkrollen sind nicht mehr erforderlich.
Anders als herkömmliche, bodenmontierte Großwinkel-Seitenwandförderbänder übernimmt dieses Band sowohl den Materialtransport als auch den Eigenantrieb. Die gesamte Förderanlage wird von externen Radsätzen an darüberliegenden Stahlseilen getragen und verläuft somit oberirdisch, wodurch der Platzbedarf für Bauarbeiten und die Flächennutzung erheblich reduziert wird.
1. Stahlseilverstärkter Basisgurt
Hochfeste Stahlseile bilden den zugtragenden Kern. Die Dehnung bleibt auch unter hoher Belastung sehr gering. Dicke Gummischichten an Ober- und Unterseite widerstehen starken Stößen und Rissen durch scharfkantiges Gestein, Erz und Zuschlagstoffe. Die Festigkeit des Gurtes erreicht über 7800 N/mm, wobei die höchste Güteklasse sogar 10000 N/mm (ST) erreicht.
2. Durchgehende Wellblechseitenwände
Die gewellten Gummiseitenwände werden direkt auf das Basisband heißvulkanisiert, um ein seitliches Materialverschütten zu verhindern. Die Gummimischung hält der wiederholten Biegung stand, die beim Umlenken des Bandes um Rollen und an Umlenkpunkten auftritt. Sie ist riss- und ablösebeständig im praktischen Einsatz. Die Höhe der Seitenwände wird von den Ingenieuren anhand des Förderwinkels und der maximalen Korngröße des Aufgabematerials festgelegt.
3. Querstollen
Hochleistungsstollen der Typen T, TC und C werden auf das Förderband vulkanisiert. Zusammen mit den gewellten Seitenwänden bilden sie einzelne Materialtaschen. Die Stollen verhindern das Zurückrutschen des Erzes und ermöglichen steile Förderwinkel, selbst bei nahezu vertikalen Bedingungen. Stollentyp, -höhe und -abstand werden individuell an jedes Projekt angepasst.
4. Äußere Fahrwerksanordnung
Radnaben und hochbelastbare Polymerräder sind beidseitig am Förderband montiert. Diese Räder ruhen vollständig auf tragenden Stahlseilen und halten das gesamte Förderband in der Luft, wodurch herkömmliche Tragrollen ersetzt werden. Die Radanordnung zählt zu den kritischsten Verschleißteilen der gesamten Hängeförderanlage.
Dieses Förderband läuft nicht auf bodenmontierten Tragrollen. Verteilte Rollenanordnungen halten das Band an tragenden Stahlseilen. Kopf- und Umlenkrollen treiben die Bandumdrehung an. Hohe Stütztürme halten die Stahlseile. Die gesamte Förderanlage kann Täler, Flüsse, Straßen, Gebäude und Waldgebiete mit minimalen Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs überqueren.
Funktioniert gut in komplexem Gelände
Die Überführung überwindet Berge, Schluchten und Gewässer. Der geradlinige Transport verkürzt die gesamte Transportstrecke. Kostspielige Bergstraßen und umfangreiche Erdarbeiten werden vermieden, wodurch die Gesamtprojektkosten sinken.
Hoher Durchsatz für Langstreckenläufe
Das Stahlseil-Basisband gewährleistet hohe Zugfestigkeit für den kilometerlangen, kontinuierlichen Transport. Dank der hohen Förderleistung können ganze Flotten von Schwerlast-Lkw ersetzt werden. Baustellen sparen Kraftstoffkosten, Arbeitsaufwand und Kosten für die Straßeninstandhaltung und reduzieren gleichzeitig den CO₂-Ausstoß.
Weniger Verschütten, breite Materialverträglichkeit
Geriffelte Seitenwände und Querverstrebungen ermöglichen den zuverlässigen Transport von Feinpulver, Granulat und großen Erzbrocken. Zusätzliche Abdeckungen reduzieren die Staubemission und erfüllen so die örtlichen Umweltauflagen.
Geringerer Wartungsaufwand, hohe Verfügbarkeit
Durch den Wegfall Tausender Standard-Umlenkrollen wird die Gesamtzahl der Verschleißteile deutlich reduziert. Die oberirdische Bauweise benötigt nahezu keine Fläche und eignet sich daher ideal für ökologisch sensible Gebiete. Die hohe Betriebsverfügbarkeit ermöglicht einen kontinuierlichen Produktionsablauf im Bergbau.
Regenerative Energie bei Abfahrten
Beim Transport von Material hangabwärts kann die Gravitationsenergie in das lokale Stromnetz zurückgespeist werden und den Gesamtstromverbrauch vor Ort reduzieren.
| Artikel | Parameter |
| Maximale Förderleistung | Bis zu 25.000 t/h |
| Maximale Turmspannweite | 2.500 m, über Flüsse, Schluchten und Autobahnen hinweg |
| Förderneigungswinkel | Basis 0 22°, höher erreichbar durch die Installation von Klemmen |
| Riemenabmessungsbereich | Maximale Seitenwandhöhe 630 mm; Festigkeitsklasse bis ST 10000 N/mm²; Bandbreite 500 mm 2000 mm |
| Zulässige Materialklumpengröße | Bis zu 1000 mm; Vorzerkleinerung ist für bestimmte Anwendungen möglicherweise nicht erforderlich. |
| Betriebsmodus | Bidirektionale Förderung; obere und untere Förderbänder können zwei verschiedene Materialien separat transportieren |
An Standorten, an denen herkömmliche Förderbänder aufgrund großer Höhenunterschiede oder schwierigen Geländes unwirtschaftlich sind, ersetzt das Rope Track-System ineffiziente LKW-Zugwege oder separate Seilbahnen mit zusätzlichen Übergabeabläufen. Es unterstützt die Anlagenbetreiber dabei, Betriebskosten zu senken, den Durchsatz zu erhöhen und eine großtechnische Produktion mit geringerem CO₂-Fußabdruck zu realisieren.
Frage 1: Was unterscheidet das Rope Track-Förderband von einem herkömmlichen Förderband mit gewellten Seitenwänden?
A: Normale Seitenwandförderbänder laufen auf Umlenkrollen, die an Stahlrahmen im Boden befestigt sind. Seilförderbänder hingegen sind auf Fahrrollen montiert. Das Förderband hängt an Stahlseilen und läuft entlang dieser. Es dient sowohl als Materialtransport- als auch als Antriebseinheit und benötigt keine aufwendige Bodenstützkonstruktion.
Frage 2: Muss ich große Stücke vor dem Einfüllen auf dieses Förderband vorzerkleinern?
A: Das Förderband kann Brocken bis zu einer Größe von 1000 mm verarbeiten. Viele Minen verzichten auf die Vorzerkleinerung. Dennoch sind technische Prüfungen hinsichtlich Brockenform, Fallhöhe und Aufprallbelastung erforderlich, um lokale Beschädigungen der Gummibeschichtung und der Seitenwände zu vermeiden.
Frage 3: Welche Teile verschleißen im täglichen Betrieb am stärksten?
A: Die Hauptverschleißteile sind die Laufrollen aus Polymer. Gummiseitenwände und Stollen verschleißen ebenfalls durch Materialaufprall und wiederholtes Biegen der Riemenscheiben. Bei Einhaltung der Auslegungsgrenzen gewährleistet der Stahlseil-Basisriemen eine lange Lebensdauer. Halten Sie Ersatzlaufrollen für den regelmäßigen Austausch bereit.
Frage 4: Kann dieses Förderband auch bei starkem Regen, Schneefall oder in hochgelegenen, frostigen Gebieten eingesetzt werden?
A: Ja. Speziell entwickeltes, kältebeständiges Gummi sorgt dafür, dass die Riemenkomponenten auch bei Minusgraden flexibel bleiben. Regen und Schnee beeinträchtigen den Systembetrieb nicht. Sie müssen jedoch Eisbildung an Masten und Kabeln berücksichtigen und die örtlichen Winterwartungsvorschriften beachten.
Q5Kann ein einzelnes Förderband Material in zwei Richtungen transportieren?
A: Ja. Ober- und Untergurtstränge können gleichzeitig unterschiedliche Schüttgüter transportieren. Diese Funktion spart Kosten, wenn ein bidirektionaler Materialfluss erforderlich ist.
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